Entspricht im Jahr 2025
1.614,57 €
Jahresdurchschnitte des Verbraucherpreisindex (Destatis). Gilt für den durchschnittlichen Warenkorb.
Kurz beantwortet
Der Rechner rechnet einen Euro-Betrag von einem Jahr in ein anderes um, mit den Jahresdurchschnitten des Verbraucherpreisindex für Deutschland von Destatis (2020 = 100). Für die Zukunft zeigt er, wie viel Kaufkraft ein Betrag bei einer angenommenen Inflationsrate verliert. Die Ergebnisse gelten für den durchschnittlichen Warenkorb, nicht für deinen eigenen.
So rechnet der Rechner
Der Rechner arbeitet in zwei Modi.
Rückblick. Du gibst einen Betrag, das Ausgangsjahr A und das Zieljahr B ein. Der Rechner nimmt die Jahresdurchschnitte des Verbraucherpreisindex (VPI) beider Jahre und berechnet: Betrag in B = Betrag in A mal VPI(B) geteilt durch VPI(A). Das Ergebnis sagt, wie viel Geld im Jahr B nötig ist, um dieselbe Menge des durchschnittlichen Warenkorbs zu kaufen wie im Jahr A. Ist A größer als B, rechnet er rückwärts, das Ergebnis ist dann kleiner.
Vorausschau. Du gibst einen Betrag, einen Zeitraum von n Jahren und eine angenommene jährliche Inflationsrate i ein. Die Kaufkraft heutiger Euro nach n Jahren beträgt Betrag geteilt durch (1 + i) hoch n. Umgekehrt braucht man nach n Jahren Betrag mal (1 + i) hoch n, um dasselbe zu kaufen wie heute. Die Rate ist eine Annahme, keine Prognose.
Zusätzlich gibt der Rechner die durchschnittliche jährliche Teuerung zwischen den beiden Jahren aus: (VPI(B) / VPI(A)) hoch (1 / (B minus A)) minus 1.
Rückblick
X_B = X_A · VPI_B / VPI_A
X_A Betrag im Jahr A, VPI Jahresdurchschnitt (2020 = 100)
Durchschnittliche Jahresteuerung
π = (VPI_B / VPI_A)^(1/(B − A)) − 1
A Ausgangsjahr, B Zieljahr, B > A
Kaufkraft in der Zukunft
K_n = X / (1 + i)^n
X heutiger Betrag, i Inflationsrate pro Jahr, n Jahre
Nötiger Betrag in der Zukunft
X_n = X · (1 + i)^n
Betrag, der in n Jahren denselben Warenkorb kauft wie X heute
D-Mark in Euro
EUR = DM / 1,95583
fester Umrechnungskurs
Inflationsrate
i_t = VPI_t / VPI_(t−1) − 1
Veränderung zum Vorjahr
Parameter und Fundstellen
| Parameter | Wert | Gültig |
|---|---|---|
| D-Mark je Euro, fester Umrechnungskurs (Art. 1 VO (EG) Nr. 2866/98)[1] | 1,956 DM/EUR | seit 1. Januar 1999 |
| Basisjahr des Verbraucherpreisindex (2020 = 100)[2] | 2.020 Jahr | |
| Letztes verfügbares Jahr (Jahresdurchschnitt 2025: 121,9)[2] | 2.025 Jahr | |
| Inflationsziel der EZB, mittelfristig und symmetrisch[3] | 2 % | seit 8. Juli 2021 |
Woher die Daten stammen
Die Indexwerte sind die Jahresdurchschnitte des Verbraucherpreisindex für Deutschland aus der Tabelle 61111-0001 der Datenbank GENESIS-Online des Statistischen Bundesamts, Basis 2020 = 100. Verfügbar sind die Jahre 1991 bis 2025. Der Index stieg von 61,9 im Jahr 1991 auf 100,0 im Jahr 2020 und auf 121,9 im Jahr 2025. Die Veränderungsraten zum Vorjahr in der Tabelle sind die amtlich veröffentlichten, auf eine Nachkommastelle gerundeten Werte. Für 1991 gibt es keine Rate, weil kein Vorjahreswert für Gesamtdeutschland vorliegt.[2]
| Jahr | VPI (2020 = 100) | Inflationsrate |
|---|---|---|
| 2019 | 99,5 | 1,4 % |
| 2020 | 100,0 | 0,5 % |
| 2021 | 103,1 | 3,1 % |
| 2022 | 110,2 | 6,9 % |
| 2023 | 116,7 | 5,9 % |
| 2024 | 119,3 | 2,2 % |
| 2025 | 121,9 | 2,2 % |
Was der Verbraucherpreisindex misst
Der Verbraucherpreisindex misst monatlich die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte in Deutschland für Konsumzwecke kaufen. Die Veränderung zum Vorjahresmonat bzw. zum Vorjahr heißt Teuerungs- oder Inflationsrate. Dafür verwendet das Statistische Bundesamt einen Warenkorb mit rund 700 Güterarten, die alle von privaten Haushalten gekauften Waren und Dienstleistungen repräsentieren. Die Gewichte der Güterarten im Gesamtindex stehen im Wägungsschema für das Basisjahr 2020.[4]
Weil der Index einen Durchschnitt über alle Haushalte abbildet, weicht die persönliche Teuerung davon ab, wenn du mehr Geld für Energie, Miete oder Lebensmittel ausgibst als der Durchschnitt. Der Rechner kann das nicht abbilden.
VPI und HVPI
Neben dem nationalen VPI berechnet das Statistische Bundesamt einen Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Er wurde entwickelt, damit sich Preisänderungen in Europa vergleichen und zu einer Gesamtinflationsrate für Europa und die Währungsunion zusammenfassen lassen. Anders als im VPI fehlt im HVPI bisher die unterstellte Miete für selbstgenutztes Wohneigentum, und der Rundfunkbeitrag wird seit 2020 nicht berücksichtigt.[5] Dieser Rechner nutzt den VPI.
Das Inflationsziel der EZB
Die Europäische Zentralbank hält Preisstabilität dann für gegeben, wenn die Inflation mittelfristig bei 2 % liegt. Das Ziel ist symmetrisch: Abweichungen nach oben und unten gelten als gleichermaßen unerwünscht. Der EZB-Rat beschloss diese Formulierung in der Strategieüberprüfung im Juli 2021.[3] Die Vorausschau mit 2 % ist deshalb ein naheliegendes Szenario, aber kein Versprechen.
Beträge in D-Mark
Der Rechner nimmt Euro-Beträge. Für D-Mark-Beträge vor der Euro-Einführung teilst du zuerst durch den festen Umrechnungskurs: 1 Euro entspricht 1,95583 Deutsche Mark.[1] Danach gibst du den Euro-Betrag mit dem Jahr ein, in dem du die D-Mark-Summe hattest. Der Kurs ist ein fester Umrechnungsfaktor und gilt für alle Jahre gleich, auch wenn es die Euro-Münzen damals noch nicht gab.
Rechenbeispiele
Rückblick: 1.000 Euro im Jahr 2000. Der VPI betrug 2000 75,5 und 2025 121,9. 1.000 mal 121,9 / 75,5 = 1.614,57 Euro. Für denselben Warenkorb brauchst du 2025 also rund 61 % mehr Euro als im Jahr 2000. Die durchschnittliche Teuerung lag bei (121,9 / 75,5) hoch (1/25) minus 1 = 1,93 % pro Jahr.
D-Mark: 100 DM im Jahr 1995 sind 100 / 1,95583 = 51,13 Euro. Mit VPI 71,0 (1995) und 121,9 (2025): 51,13 mal 121,9 / 71,0 = 87,78 Euro im Jahr 2025.
Vorausschau: 1.000 Euro, 10 Jahre, 2 % Inflation. Die Kaufkraft beträgt 1.000 / 1,02 hoch 10 = 820,35 Euro in heutigen Preisen. Für denselben Warenkorb wären in zehn Jahren 1.000 mal 1,02 hoch 10 = 1.218,99 Euro nötig.
Grenzen der Rechnung
- Der Rechner nutzt Jahresdurchschnitte. Für unterjährige Zeiträume, etwa von März 2021 bis März 2024, sind Monatswerte genauer; sie führt der Rechner nicht.
- Der VPI bildet den durchschnittlichen Warenkorb deutscher Privathaushalte ab. Wer anders konsumiert, erlebt eine andere Teuerung.
- Verfügbar sind nur die Jahre 1991 bis 2025. Frühere Zeiträume und andere Länder deckt der Rechner nicht ab.
- Die Vorausschau ist ein Szenario mit konstanter Rate. Die tatsächliche Inflation schwankt von Jahr zu Jahr.
- Kaufkraft sagt nichts über die Wertentwicklung von Geldanlagen oder Gehältern. Dafür müsste man deren Rendite oder Lohnentwicklung gegenrechnen.
- Das Ergebnis ist eine Rechenhilfe und ersetzt keine individuelle Beratung. Für Verträge mit Wertsicherung stellt Destatis eine eigene Rechenhilfe bereit.[4]
Häufige Fragen
Wie berechne ich, was 1.000 Euro von früher heute wert sind?
Multipliziere den Betrag mit dem VPI des Zieljahres geteilt durch den VPI des Ausgangsjahres. Für 1.000 Euro aus dem Jahr 2000 ergibt das mit 121,9 / 75,5 für 2025 rund 1.614,57 Euro.
Welcher Index wird für die Inflation in Deutschland verwendet?
Der Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts (Basis 2020 = 100). Die Inflationsrate ist seine Veränderung zum Vorjahr, 2025 waren es 2,2 %.
Wie rechne ich D-Mark in heutige Kaufkraft um?
Teile den D-Mark-Betrag durch 1,95583, um Euro zu erhalten, und rechne die Euro dann mit dem VPI vom Jahr der Summe in das Zieljahr um.
Wie hoch war die Inflation 2022 und 2023?
6,9 % im Jahr 2022 und 5,9 % im Jahr 2023, jeweils die Veränderung des Jahresdurchschnitts zum Vorjahr.
Warum liegt meine gefühlte Inflation anders als der Index?
Der Index bildet den durchschnittlichen Warenkorb ab. Wer mehr für Energie, Miete oder Lebensmittel ausgibt als der Durchschnitt, kann eine höhere oder niedrigere eigene Teuerung haben.
Was ist das Inflationsziel der EZB?
Mittelfristig 2 %, symmetrisch: Abweichungen nach oben und nach unten gelten als gleichermaßen unerwünscht. Das Ziel gilt seit der Strategie vom Juli 2021.
Quellen
- [1] Rat der Europäischen Union: Verordnung (EG) Nr. 2866/98 über die Umrechnungskurse zwischen dem Euro und den Währungen der Mitgliedstaaten, die den Euro einführen (konsolidierte Fassung). Abgerufen am 27. Oktober 2026.
- [2] Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreisindex: Deutschland, Jahre (GENESIS-Online, Tabelle 61111-0001), Stand 21.09.2026. Abgerufen am 27. Oktober 2026.
- [3] Europäische Zentralbank: The ECB's monetary policy strategy statement (2021). Abgerufen am 27. Oktober 2026.
- [4] Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreisindex und Inflationsrate. Abgerufen am 27. Oktober 2026.
- [5] Statistisches Bundesamt (Destatis): Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI). Abgerufen am 27. Oktober 2026.
Redaktion
Text und Rechenweg: Philip, Wirtschaftsinformatiker und Unternehmer
Philip hat eine kaufmännische Ausbildung, Wirtschaftsinformatik studiert und führt eigene Unternehmen. Bei Finanzwiki schreibt er über Finanzgrundlagen, Sparen, Konten und Alltagsrechner und prüft die Rechenwege.
Wie wir recherchieren, rechnen und prüfen, steht unter So arbeiten wir. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].
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